www.de-ost.de | 18.05.2012

   Fotovoltaik/Solarthermie

Fotovoltaik / Solarthermie

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Die über 36 Millionen Haushalte in Deutschland verbrauchen 26% des gesamten Energiebedarfs. Dabei wird der weitaus größte Anteil, knapp 80%, für Heizenergie benötigt.
 
Dieser Energiebedarf kann durch den Einsatz eines Systems zur Solarenergienutzung erheblich reduziert werden. Immer mehr Hersteller von Bedachungssystemen haben solche Anlagen im Programm.
 
Neben leistungsspezifischen Details werden generell zwei Wirkprinzipien unterschieden:

  • Solarthermie: Absorbererhitzung durch Wärmestrahlung, Wärmetransport durch einen hydraulischen Kreislauf.
  • Photovoltaik: Direkte Erzeugung von elektrischem Strom.
 
Ein paar grundlegende Informationen zur Solarthermie:
Eine gängige Solaranlage besteht aus dem Kollektorfeld auf dem Dach, dem Solarspeichermit zwei eingebauten Wärmetauschern und einer Pumpe mit Sicherheitsgruppe. Treffen nun Sonnenstrahlen auf den Kollektor, geben sie fast 80% ihrer Energie an den Absorber ab. Nur ein Kleiner Teil der Strahlung entweicht wieder durch die Glasscheiben. Die erwärmte Solarflüssigkeit wird mit einer Umwälzpumpe in den unteren Wärmetauscher des Speichers gepumpt. Dort gibt sie ihre Wärme an das kältere Pufferwasser des Heizkreises im Speicher ab. Das Trinkwasser und das Pufferwasser im oberen Bereich des Kessels erwärmt sich dadurch, steigt im Speicher nach oben und kann zum Duschen, Baden und im gesamten Haushalt als Heizenergie verwendet werden.
 
Photovoltaik basiert auf einer anderen physikalischen Wirkungsweise:
Die verwendeten Solarzellen bestehen aus verschiedenen Halbleitermaterialien. Halbleiter sind Stoffe, die unter Zufuhr von Licht oder Wärme elektrisch leitfähig werden, während sie bei tiefen Temperaturen isolierend wirken. Um für die unterschiedlichen Anwendungsbereiche geeignete Spannungen bzw. Leistungen bereitstellen zu können, werden einzelne Solarzellen zu größeren Einheiten miteinander verschaltet. Von der Industrie werden einbaufertige Bausätze, die z.B. mit Wohndachfenstern kombiniert werden können, geliefert.
 

Die typischen nennleistungen solcher Photovoltaik-Systeme liegen bei 1 kWp. Die von den Herstellern angegebenen Garantiezeiten sind mit in der Regel 10 Jahren recht hoch und bezeugen den hohen Qualitätsstandard und die hohe Lebenserwarung heutiger Produkte.
 
Fazit: Die Investitionen für solche Anlagen reichen von 3000 € für eine Anlage zur Trinkwassererwärmung, bis zu 35.000 € für die 5 kWp Spitzenleistung einer Solarstromanlage. Ist die Solarstromanlage netzgekoppelt, gibt es durch Mindestvergütungen, die das EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) regelt, Möglichkeiten der Refinanzierung.
 
Bei einer Inbetriebnahme in 2002 sind dies immerhin 0,482?/kWh. Ein Jahr später sind es immerhin noch 0,457?/kWh. Hier ist allerdings Vorsicht geboten. In der Vergangenheit hat es Meldungen gegeben, wonach einzelne Versorger Klauseln in die Verträge eingebaut haben, um einen Vertragsausstieg vor den gesetzlich geregelten 20 Jahren plus dem Inbetriebnahmejahr zu ermögliche. Im Gegensatz zu thermischen Solaranlage können sich private Betreiber von Solarstromanlagen die bezahlte Mehrwertsteuer vom Finanzamt zurückzahlen lassen, was die im Vergleich höheren Investitionskosten senkt. Welche Variante für Ihr Traumhaus in Frage kommt, ist nicht zuletzt von den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln abhängig. Zu einzelnen Fragen berät Sie gerne Ihr Dachdecker.
 

Aufbau einer Solaranlage zur Warmwasserbereitung

1. Solarregler
2. Temperaturfühler am Kollektor
3. Temperaturfühler am Speicher
4. Solarkreis-Umwälzpumpe
5. Kaltwasserzufluß
6. Warmwasserabfluß
7. Ausdehnungsgefäß
8. Temperaturfühler für Nachheizung
9. Ladekreis-Umwälzpumpe